Beeinflussung

Hauptsache S.B. ist glücklich, liebt und wird geliebt.

Alles andere ist unwichtig - inklusive mir.

Wenn ich mit meinem Leben auf irgendeine psychologisch unterbewusste Art und Weise das Leben von S.B. verbessern konnte, dann hat es sich gelohnt gelebt zu haben, unabhängig davon wie es mir geht und was ich noch erleiden werde.

"… Und am Ende aller Tage wird die Weisheit vergehen,
wenn die gerechte Vergeltung die Menschenwelt trifft.
Heldenmut verkommt zu Zorn -
und jegliche Hoffnung wird von Verzweiflung verschlungen.
Schließlich breitet der Tod seine Schwingen über alles und jeden aus -
während das Schicksal für alle Zeit zerschmettert zu seinen Füßen liegt."

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Platz wegnehmen

Ich gehe in keine Bars oder Clubs, auch zu keinen Partys wie z.B. zu Studentenpartys zu denen ich ab und zu automatisch per E-Mail eingeladen werde. Ich kenne dort niemanden und habe auch keine Freunde die mit mir weggehen könnten. Würde ich dort hingehen würde mich dort niemand kennen, ich wäre alleine und würde mit niemanden sprechen, denn ich hätte das Gefühl das mich niemand dort haben will, ich unerwünscht bin.

Ich gehe auch so nicht gerne raus, denn ich würde anderen Personen Platz wegnehmen. Wenn ich im Bus oder der Bahn bin belege ich einen Sitzplatz oder stehe und versperre/behindere anderen den Durchgang. Selbst in einem Park oder Wald würde Ich Platz einnehmen, sei es nun auf der Parkbank auf der ich sitze oder dem Fleck Wiese auf dem niemand anderes zur gleichen Zeit sein kann. Es mag zwar genug Platz selbst mit mir dort sein, aber es würde sie beeinflussen, sie müssten mir auf dem Weg ausweichen um nicht mit mir zusammenzustoßen oder woanders sitzen statt dort wo sie eigentlich lieber wären. Ich störe Menschen durch meine bloße Anwesenheit, und durch mein häßliches Aussehen oder meinen depressiven, traurigen Blick kränke ich sie vermutlich zusätzlich noch.

Am Freitag war eine Familienfeier, zu der ich nicht gegangen bin mit der Begründung “keine Lust”. Keine Lust darauf von jedem gefragt zu werden wann mein Studium vorbei ist und was ich danach machen werde. Keine Lust auf die Gespräche über die schwangere Freundin meines Bruders, und wann es bei mir denn mal so weit mit Nachwuchs wäre - selbstverständlich niemals, ohne [Partner/Partnerin]. Meine Mutter sagte mir danach das jeder mich vermisst und nach mir gefragt hätte. Ich galube ihr nicht. Nicht dass sie das nicht alle gesagt hätten, weil es gesellschaftliche Norm ist so etwas zu sagen und es von ihnen erwartet wird. Ich glaube nur nicht das irgendjemand länger als fünf Sekunden ein Gefühl verspürte das “vermissen” in einer entfernten Art und Weise irgendwie ähnlich sein könnte.

Durch meine bloße Existenz schade ich anderen. Das fängt schon bei meinen Eltern an, bei denen ich wohne, die mir Nahrung, Wasser, Strom, Heizung und Internet bezahlen. Für jede Mahlzeit die ich zu mir nehme haben andere Menschen gearbeitet, haben Tiere gelitten und ihr Leben gelassen. Jeder Tropfen sauberes Trinkwasser den ich verbrauche muss wieder aufbereitet werden, und wäre in Ländern wie Uganda, Somalia oder Nigeria viel sinnvoller aufgehoben. Mit jedem Atemzug den ich tätige verbrauche ich Sauerstoff und stoße CO2 aus, den Lebewesen die wir Pflanzen nennen mittels Photosynthese wieder zurückwandeln müssen.

Mein Leben ist wertlos - könnte man es quantitativ messen, hätte es einen negativen Wert, weil ich der Gesellschaft mehr koste als nutze. Es gibt so viele Lebewesen die es viel mehr verdient haben zu Leben als ich - Lebewesen die Leben wollen, aber nicht das “Glück” dazu hatten/haben.

A winter’s day
In a deep and dark December;
I am alone,
Gazing from my window to the streets below
On a freshly fallen silent shroud of snow.
I am a rock, I am an island.

I’ve built walls,
A fortress deep and mighty,
That none may penetrate.
I have no need of friendship; friendship causes pain.
It’s laughter and it’s loving I disdain.
I am a rock, I am an island.

Don’t talk of love,
Well, I’ve heard the word before.
It’s sleeping in my memory.
I won’t disturb the slumber of feelings that have died.
If I never loved I never would have cried.
I am a rock, I am an island.

I have my books
And my poetry to protect me;
I am shielded in my armor,
Hiding in my room, safe within my womb.
I touch no one and no one touches me.
I am a rock, I am an island.

And a rock feels no pain; And an island never cries.

Negative Frauenquote

Das Leben läuft nicht immer so wie man es gerne hätte.

Eine ehemalige Bekannte hatte so schlechte Noten in ihrer Schule, dass sie gegen Ende hin absichtlich schlechtere Noten schrieb, um einen Notendurchschnitt zu bekommen mit dem sie unmöglich bestehen kann (aufgrund des Durchschnitts oder aufgrund zu vieler 5en/6en - weiß ich nicht mehr so genau). Dann hätte sie nämlich das letzte Jahr wiederholen können um bei den wiederholten Klausuren (vermutlich) bessere Ergebnisse erzielen zu können, um dadurch einen besseren Abschluss zu haben für die Studienplatzvergabe.

Die schlechten Noten hat sie bekommen, und mit dem erreichtem Durchschnitt hätte sie durchfallen müssen. Womit sie nicht gerechnet hat war, dass die Lehrer nach der Abschlussarbeit ihr einen Gefallen tun wollten und noch eine Sonderkonferenz einberufen haben, um nachträglich ihre Noten zu verbessern, damit sie gerade noch so mit dem schlechtmöglichstem Durchschnitt bestehen kann.

Warum die Lehrer es wirklich machten weiß niemand genau, die gängige Theorie ist das sie es taten weil sie nur eine von lediglich zwei Frauen in ihrem Jahrgang war in einem männerdominierten Berufsfeld, eine der wenigen Frauen da durchfallen zu lassen wäre schlecht für die Quote der Schule gewesen.

Mit den schlechten Notendurchschnitt hatte sie danach massive Probleme einen Studienplatz oder Arbeitsplatz zu bekommen.

Ich bin blöd

Mein erster Kontakt zu gleichaltrigen Personen anderen Geschlechts hatte ich schon als kleines Kind, noch vor jedem Kontakt zu gleichaltrigen Personen gleichen Geschlechts. Nämlich zu den Nachbarskindern - zwei Zwillinge um präzise zu sein (ob ein- oder zweieiig weiß ich nicht mehr, basierend auf heutigen Facebook-Bildern eher nicht). Sie wohnten in der selben Reihenhaus Reihe 3 Türen weiter.

Wir spielten täglich zusammen, draußen auf den Wegen und der Straße der direkten Nachbarschaft, auf den etwa 20m entfernten Spielplatz, oder im Planschbecken im Garten. Es war Sommer - zumindest war das Wetter gut und die Sonne schien.

Die Erinnerungen daran sind mit die Ältesten die ich habe, ich glaube ich war zu der Zeit etwa 2 Jahre alt. Geburtstag hatten Beide auch zu der Zeit irgendwann, wo ich natürlich auch dabei war, ich glaube die Beiden wurden 3, also älter als ich. Ich weiß noch das es für die Beiden ein wichtiger Unterschied war wer von ihnen eine Stunde früher geboren wurde und damit der ältere Zwilling war. Zu unterscheiden waren die Zwei kaum, irgendwie konnte ich es damals, in meinen Erinnerung kann ich das jedoch nicht mehr - zumindest kann ich ihnen ihre Namen nicht mehr zuordnen - nur noch wer von Beiden die ältere bzw. jüngere Person war, und das der jüngere Zwilling etwas introvertierter/ruhiger beim Spielen war.

Meine Eltern witzelten sogar darüber das der ältere Zwilling (obwohl wir immer zu Dritt unterwegs waren) und ich, wenn wir später mal groß seien, heiraten würden, weil wir so viel unternahmen. In unserer kindlichen Naivität stimmten wir ihnen natürlich zu, warum auch nicht, wir mochten uns ja (und kannten sonst niemanden), das ist ja auch etwas völlig normales was Erwachsene so machen. Es passte natürlich auch super ins Weltbild meiner Eltern, nachdem mein älterer Bruder früher schon immer mit deren älterer Schwester spielte. Meine Eltern ziehen meinen Bruder und mich auch Heutzutage immer mal wieder damit auf…

Wie so vieles hatte auch das ein Ende und es endete noch im selben Sommer. Wir spielten in der Nachbarschaft, und gingen zwei Häuserreihen weiter zu einem anderem Nachbarskind, dessen Existenz mir vorher unbekannt war. Noch in den ersten 1-2 Minuten sagt das Kind zu mir: “Du bist blöd”, und die Zwillinge stimmten kurzerhand zu.

Ich lief weinend nach Hause und spielte nie wieder mit ihnen.

Bin ich Gut oder Böse? Unentscheidbar

S.B. zu überwinden fällt mir vielleicht deshalb so schwer, weil ich inzwischen ein anderer Mensch geworden bin, ich nun auf eine andere Art und Weise fühle, denke und liebe als Früher. Die vier Male die ich mich vorher, vor der Veränderung, verliebt hatte, habe ich die Realität, das daraus nie mehr werden wird, recht schnell verarbeitet (wenige bis maximal sechs Monate).

Das ich ein anderer Mensch geworden bin, liegt entweder daran, dass ich durch das viele Nachdenken, Schlussfolgern und Überdenken von Ethik und Moral dazu wurde, oder das ich aus meiner permanenten unterbewussten Angst mein ganzes Leben lang alleine verbringen zu müssen, nie geliebt zu werden, mich selbst dahingehend geändert habe das potentielle Partner mich eher mögen könnten. Für die erste Alternative würde sprechen, dass es mein altes Ich nicht sehr gestört hat alleine und kinderlos zu bleiben, das kam erst nach der Veränderung. Bei der zweiten Alternative würde ich mir vermutlich Ersteres einreden, um mich besser zu fühlen. Vielleicht ist es auch ein bisschen von Beidem.

Dann bleibt noch die Frage ob es wirklich Liebe ist, oder vielleicht nur die Angst und Verzweiflung davor Alleine zu bleiben. Liebte ich S.B., war ich mit dieser einen Person glücklich, oder war ich glücklich mit dem Gedanken nicht alleine zu sein, und ich hätte mich in jede X-beliebige Person “verliebt”? Leide ich noch immer, weil ich S.B. noch immer liebe, oder weil ich jetzt wieder allein bin, ich meine “Liebe” zu S.B. nur als Vorwand benutze um mich selbst als einen besseren Menschen zu sehen als ich eigentlich bin?

Habe ich mich vielleicht gar nicht verändert, und bin im Grunde noch genau so ein schlechter, egoistischer, eingebildeter, oberflächlicher, ekliger, und fauler Mensch wie damals? Ich würde mir nur einreden mich verändert zu haben, meine Ideale wären nur purer Egoismus und Schauspielerei zum Zwecke mir gegenüber mein eigenes Gesicht wahren zu können. Meine Minderwertigkeitskomplexe und soziale Zurückgezogenheit, weil ich mir einrede das mich niemand mag und niemals mögen wird, kämen dann nicht daher, dass meine Liebe zu anderen Menschen bisher immer unerwiedert blieb, sondern weil ich unterbewusst längst erkannt habe was für ein verdorbener und schlechter Mensch ich bin.

Ich weiß es nicht.

Gesprächsfetzen

  • N.T.: das wird dich schon nicht umbringen. Du musst echt mal öfter raus! man kann sich ja echt sorgen um dich machen.
  • Ich: das muss man nicht, das ist es nicht wert.
  • N.T.: sich sorgen um dich zu machen?
  • Ich: ja
  • N.T.: find ich schon, du bist zwar nicht grade unkompliziert aber ich mag dich gern!
  • N.T.: hab dich gern mein ich
  • Ich: dann solltest du dir eher sorgen um dich, deine geistige gesundheit, machen.

Magst du mich?

Um die Geschichte des vorletzen Eintrages (http://lebenohnefreude.tumblr.com/post/18625950843/versuch-2) abzuschließen:

Das Date war gut, ich hatte Spaß, mir gefiel die Person. Auch bei dem, auf mein bitten erfolgtem zweitem Date eine Woche später, lief es gut. Was nicht so gut lief war die Körpersprache bzw. das Verhalten von H.A., so unterhielt [er/sie] sich zwar mit mir, hat mich dabei aber nicht angesehen, sondern die ganze Zeit an mir vorbei gesehen, um die Umgebung oder irgendetwas anderes, hinter mir, zu betrachten. Händehalten bei einem längerem Fußweg war [ihm/ihr] zu viel, die von [ihm/ihr] angebotene Alternative “Einharken” wurde von H.A. dann auch schnell nach 1-2 Minuten (mit verständlicher Begründung) kurz aufgelöst um beide Hände frei zu haben, aber dann nicht erneut eingegangen.

Nach den Treffen haben wir uns noch weiter ein paar mal geschrieben (so 1-2 mal die Woche), mal habe ich angefangen, und mal auch H.A., teilweise auch persönliche / intime Gesprächsthemen. Von H.A. kam nichts weiter in Richtung drittes Treffen, oder wie es weiter gehen könnte, von mir auch nicht, weil ich nicht das Gefühl hatte das [er/sie] mich mag und wirklich Interesse an mir hat (da sind noch ein paar kleine weitere Sachen). Irgendwann habe ich [ihn/sie] nach dem nicht ansehen bei beiden Treffen gefragt, weil es mich sehr beschäftigt hat, was aber nur abgestritten / verharmlost wurde, was mich etwas verletzte. Letztendlich schrieben wir dann gar nicht mehr, nach einiger Zeit hat H.A. den eigenen Beziehungsstatus auf Vergeben geändert, weshalb ich [ihn/sie] von meiner Kontaktliste entfernte (Info: ich habe kein/kaum Interesse an Freundschaften oder Affären, nur an einer Beziehung mit Liebe), nach einem weiterem kurzem Gespräch und daraufhin eines rücksichtslosen Gesprächsanfangs blockte ich H.A., und habe seit dem nichts mehr von [ihm/ihr] gehört (es gäbe für H.A. noch mehrere andere Wege mich zu erreichen).

Vermutlich hat es nur deshalb nicht geklappt, weil ich mir die ganze Zeit selbst einrede nichts Wert zu sein, und jede Kleinigkeit die ein mögliches Desinteresse ausdrücken könnte als Untermauerung meiner vorgefassten Meinung, das niemand mich jemals auch nur mögen könnte, heranziehe, und alle anderen - positiven - Signale als Höfflichkeit und Rücksicht auf mich degradiere.

Woher soll man auch sicher wissen ob jemand einen mag, wenn man es nicht gesagt bekommt? Ich habe es auch nicht von mir aus gesagt, also kann ich auch keine Vorwürfe machen - es ist halt nicht alles so einfach.

Bei S.B. war das einfacher, S.B. hat mir gesagt mich zu mögen und ist öfters auf mich zugegangen, wodurch mir von [ihm/ihr] das (rückwirkend: falsche) Gefühl vermittelte wurde mehr von mir zu wollen und das alles in Ordnung sei (umso schwerer traf und trifft es mich auch Heute noch).

Soziale Isolation

[…]

Endogene Faktoren

Den genannten endogenen Faktoren gemeinsam ist die Tatsache, dass sie sich bei fortdauernder Isolation zunehmend verfestigen, da die Fähigkeit zur Relativierung und zur angemessenen Einschätzung der eigenen Erlebnisse und des äußeren Geschehens gerade wegen des Mangels an sozialen Erfahrungen fehlt. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass sich die isolierte Person durch ihre verzerrte Wahrnehmung in eine Lage manövriert, in der der Ausbruch aus der Isolation aus eigener Kraft faktisch unmöglich wird. Der Isolierte entwickelt ein in sich geschlossenes, hermetisches Selbstbild, das von der sozialen Realität abgekoppelt ist und zu Handlungs- und Verhaltensweisen führen kann, die sich gegenüber sozialen Rückmeldungen gewissermaßen verselbstständigen: Der normale soziale Regelkreis, bei dem das eigene Handeln an den Reaktionen der Umwelt gemessen und erforderlichenfalls korrigiert oder angepasst wird, ist bei schweren Fällen sozialer Isolation durchbrochen.

Negatives Selbstbild

Mangelndes Selbstwertgefühl lässt Menschen daran zweifeln, dass andere sie als wertvoll, angenehm oder in anderer Weise positiv wahrnehmen könnten. Unter geistiger Vorwegnahme drohender Zurückweisungen unternehmen solche Personen daher gar nicht erst den Versuch, ihre negativen Einschätzungen durch praktische Erfahrungen zu überprüfen (Selbsterfüllende Prophezeiung).

Unangemessene Generalisierung spezifischer sozialer Erlebnisse

Der Mangel an sozialen Erfahrungen führt dazu, dass isoliert lebende Personen einzelne, zufällig eintretende negative Ereignisse in ihrer Allgemeingültigkeit überbewerten. Außerdem besteht die Tendenz, die besonderen Umstände einer tatsächlich bestehenden Isolationssituation auszublenden und durch die Auffassung zu ersetzen, man passe generell nicht in soziale Zusammenhänge hinein.

Selektiv negative Wahrnehmung

Isoliert lebende Personen entwickeln Wahrnehmungsmuster, bei denen in zunehmendem Maße negative Erfahrungen verarbeitet werden, während positive Ereignisse systematisch ausgeblendet werden. Das subjektive Erleben der eigenen Rolle im sozialen Umfeld ist daher das einer Reihung von Misserfolgen und Zurückweisungen. Angst vor Versagen und die generelle Erwartung von Unheil führen zum verstärkten Rückzug aus dem sozialen Raum.

Spezifische Attributierungsmuster

Isoliert lebende Personen tendieren dazu, (Pseudo-)Erklärungen für ihre Isolation zu entwickeln, deren gemeinsames Muster darin besteht, dass die unbefriedigenden und als schmerzhaft empfundenen sozialen Erfahrungen stets negativen Eigenschaften der eigenen Persönlichkeit zugeschrieben werden (internale Attribution) – beispielsweise mangelnder Attraktivität oder Liebenswürdigkeit. Die sich von der Gesellschaft zurückgestoßen und abgelehnt fühlende Person liefert somit ebendieser Gesellschaft geradezu die Argumente dafür, warum es “richtig” ist, Zurückstoßung und Ablehnung zu signalisieren. Die Vorstellung, dass die Gründe für das Misslingen sozialer Interaktion auch im Gegenüber oder in den Situationsumständen liegen könnten (externale Attribution), ist einer chronisch isolierten Person oft nicht mehr vermittelbar.

[…]

Hervorhebungen von mir -> Relevanz

(Quelle: Wikipedia)

Versuch #2

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen zu Silvester einen Eintrag zu posten, in dem ich mir einen guten Vorsatz zum neuem Jahr auferlegt hätte. Dieser Vorsatz hätte zum Ziel gehabt dieses Jahr ein Date zu bekommen. Hätte ich es nicht geschafft mindestens eine Verabredung in diesem Jahr zu bekommen wäre die letztendliche Konsequenz im folgendem Jahr Suizid zu begehen (ich kann und will nicht den Rest meines Lebens alleine verbringen ohne je eine Beziehung gehabt zu haben, ohne je geliebt worden zu sein und ohne je Sex gehabt zu haben). Als Hilfsmittel um das zu erreichen und um meine extreme Schüchternheit zu überwinden, hätte ich jeden Monat mindestens eine Person anschreiben müssen, mit Strafen für mich wenn ich das nicht geschafft hätte (alleine Freizeitaktivitäten angehen bei denen ich jemanden hätte kennenlernen können).

Den Post hatte ich schon fertig geschrieben mit jeder Menge spezifischer Regeln (damit ich mich nicht selbst Betrüge - ich kenne mich…), Ausnahmen, Begründungen und praktischen Anweisungen für mich. Ich hätte den Post eigentlich nur noch publizieren müssen, und ich habe ihn auch jetzt noch in meinen Entwürfen liegen. Irgendwie war mir gegen Silvester dann doch nicht danach es durchzuziehen, weil ich dieses Jahr sicherlich noch sehr mit dem Abschließen meines Studiums beschäftigt sein werde, und so dachte ich mir das Vorhaben vielleicht auf das nächste Jahr zu verschieben.


Auch wenn ich es nicht vor hatte, so habe ich dennoch im Januar jemanden angeschrieben (die zweite Person überhaupt, die erste Person war J.G.) weil mir danach war - mir die Person gefiel. Das wurde jedoch ein Reinfall (ich schrieb etwas falsches, das man auch als Beleidigung hätte auffassen können, auch wenn ich es nicht so gemeint habe) und führte deshalb zu nichts (wegen meinerseitigen Schuldgefühlen deswegen).

Im Februar dann meldete ich mich auf einer weiteren Partnerbörse an (echt toller Funktionsumfang, auf Englisch und kostenlos für alle Geschlechter, aber mit vergleichsweise wenig deutschen Nutzern), und auch wenn ich in dem Monat niemanden anschrieb, so wurde ich dort von einer Person (H.A.) angeschrieben, deren Profil mir vorher schon aufgefallen war (und hoffte angeschrieben zu werden), mit der ich mich dann auch sehr gut verstand, und seitdem viel schrieb (soviel Text, Inhalt und Schreibkunst wie seit S.B. nicht mehr).

Morgen habe ich mit dieser Person ein erstes Date :-) Also obwohl ich es verschoben hatte, habe ich dennoch meinen “guten Vorsatz” einer Verabredung erreicht. Das wird dann der zweite Mensch in meinem Leben mit dem ich ein Date haben werde (der erste war S.B.).


Ich freue mich sehr auf Morgen, hoffe das nichts schiefgeht, und im Laufe der Zeit vielleicht noch mehr daraus wird, habe aber Zweifel daran. Über S.B. bin ich noch lange nicht hinweg. Denke noch häufig an diesen Menschen der mir so viel bedeutet hat, liebe ihn noch und glaube nicht wirklich daran das sich das je ändern wird. Ist das ein Problem? Bin ich überhaupt in der Lage diese neue Person so zu lieben wie sie es verdient? Ist es dieser neuen Person gegenüber fair Hoffnungen zu wecken, wenn ich noch Gefühle für eine andere Person (S.B.) hege aus denen absolut niemals etwas werden wird?

Ist in meinem Herzen vielleicht gar kein Platz für einen neuen Menschen? Wird S.B. für immer in meinem Herzen bleiben und es ganz für sich beanspruchen, also niemanden neben sich dulden? Wird die Liebe für S.B. Platz machen um andere Menschen neben sich zu akzeptieren? Oder wird sogar S.B. durch diese Erfahrung ganz aus meinem Herzen verschwinden und es für neue Personen freigeben? Und warum müssen solche Dinge immer so kompliziert sein? :-(

pamuk4life fragte: Du hast etwas sehr Interessantes zum meinem Text geschrieben, über den determinismus. Psyche bedeutet übersetzt Seele. Psychologie ist nichts anderes als Seelenlehre. Du sagst, es ist nur etwas Theologisches, aber dem kann ich nicht über einstimmen, denn nicht alles in der Psychologie, ist mit Chemischen Abläufen im Hirn zu erklären, sondern mit dauerhaften Erkrankungen vom Inneren des Menschen eben der Seele.

Das der Begriff Psychologie aus dem Altgriechischem stammt und Übersetzt soviel wie Seelenlehre bedeutet ist noch kein Beweis oder Argument dass das menschliche Verhalten auch tatsächlich von der theologischen Vorstelllung einer Seele ausgeht. Wikipediaartikel zu Psychologie dazu: “Die Seele oder der Geist im metaphysischen oder theologischen Sinn ist nach der gegenwärtigen Auffassung nicht Gegenstand der Psychologie.”

Und bei diesen “dauerhaften Erkrankungen vom Inneren des Menschen eben der Seele” gehe ich nicht davon aus das sie eine Seele betreffen, einen magischen Teil einer Persönlichkeit die nicht dem Determinismus unterliegt und nach dem Tod weiter existiert, sondern ihren Ursprung in traumatischen Ereignissen haben, die Teil der Erinnerung / der Erfahrungen eines Menschen werden. Das Gehirn interpretiert und analysiert diese Erfahrungen und bewertet sie, die Schlussfolgerungen die das Gehirn daraus zieht werden Teil der Arbeitsweise der Maschine “Gehirn”, auf die es in zukünftigen Situationen zugreift um Entscheidungen zu fällen. Dadurch wird das zukünftige Verhalten durch Vergangenes beeinflusst, und ich bin der Meinung das der Prozess des “Lernens” des Gehirns, sowie die Entscheidungsfindung unter Verwendung des Erlernten, ließe sich (theoretisch) deterministisch nachvollziehen, und reicht alleinig aus um jedes menschliche und tierische Verhalten zu erklären.

Es ist theologisch, Sache des Glabens jedes Einzelnen, ob er an einen Determinismus glaubt oder an den Zufall. Ebenso wie es Sache des Glaubens ist, ob es eine Seele mit freien Willen gibt oder nicht. Unumstößlich beweisen oder wiederlegen lassen wird sich letzendlich weder das eine noch das andere. Ein Freier Wille passt aber irgendwie nicht wirklich in das Konzept des Determinismus, in dem sich alles Andere so exakt und deterministisch berechnen lässt. Eine Ausnahme hineinzuerfinden um die religiöse Vorstellung einer Seele mit freien Willens zu unterstützen, um sich selbst wertvoller und nicht so unwichtig erscheinen zu lassen, ist eben nur Glaube. Den will ich dir nicht nehmen, oder schlecht reden, du kannst auch genau so gut recht haben - das werden wir nie erfahren. Ich glaube eben an etwas anderes das für mich vernünftiger scheint, und wollte dazu meine Meinung kundtun, da dies ein Thema ist über das ich viel nachdenke.

DETERMINISMUS

zauberwesenx:

pamuk4life:

[…]

Determinismus und die Seele des Menschen (Psyche)

 

Das Wort Psyche stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Atem“ oder „Rauch“. Heute wird im Allgemeinen unter der Psyche eines Menschen das Seelenleben verstanden,  also die Seele an sich mit dem Denken und Gefühlsleben eines Menschen.

Die Seele eines Menschen ist etwas nicht Stoffliches, etwas nicht Greifbares. Ebenso wie die Gefühle die von ihr ausgehen.

Entscheidungen die Menschen fällen werden maßgeblich von der Seele beeinflusst und getroffen.

Wenn die Seele etwas nicht Stoffliches ist, also etwas nicht aus Materie bestehendes, dann würde es bedeuten, dass sie keinen physikalischen Gesetzen folgt. Die Schlussfolgerung wäre also, dass sie somit indeterminiert handelt, also der Determinismus keinen Einfluss auf sie hat.

 

Eine Entscheidung die ein Mensch trifft, ob er was tut oder nicht, eine Entscheidung die ein Straftäter trifft, ob er einen Mord begeht oder nicht, all das wird mit den Gefühlen der Seele abgewogen und somit wird eine Entscheidung getroffen, die von ihr ausgeht. Wenn ein Mensch vor einer Entscheidung steht, durchläuft er somit einen Prozess in dem er durch seine Psyche abwägt, was nun besser wäre.

Wichtig ist auch, dass man berücksichtig, dass dies nur für psychisch gesunde Menschen gilt, nicht für geistig behinderte oder psychisch gestörte Menschen.

Die getroffene Entscheidung wird Schlussendlich vom Hirn aus weitergeleitet und ausgeführt, das heißt, dass im Gehirn ein Vorgang umgesetzt wird, der keinen physikalischen Ursprung hat, wenn das Signal für diesen Vorgang aus einer nichtphysischen Quelle entstammt, also der Seele, dann kann dieser Vorgang nicht auf physischer Ebene determiniert werden.

Wenn ein Mörder also vorhat einen Menschen zu ermorden, dann findet der Entscheidungsprozess in einem indeterministischen Bereich statt, nur die Ausführung der Entscheidung verläuft determiniert.

Somit wird eine klare Schnittstelle zwischen Indeterminismus und Determinismus im Ablauf  angefangen vom Fällen einer Entscheidung bis hin zur Umsetzung dieser klar.

Für das menschliche Gehirn scheint also der Determinismus außer Kraft gesetzt zu sein.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die alternative Wahlmöglichkeit die ein Mensch hat. Beim Abwägen kann sich ein Mensch überlegen, was besser wäre und was nicht.

Ein potentieller Mörder hat die Wahl ob er einem anderen Menschen wirklich das Leben nehmen möchte oder nicht. Wenn er sich dafür entscheidet, dann trifft er aktiv in der Seele die Entscheidung: „Ja, ich will diesen Menschen töten.“ er trifft sie aktiv und gewollt, also zurechnungsfähig und mit voller Absicht, er hätte aber die Wahl gehabt zu sagen: „Nein, ich tue es nicht, weil es auch gegen mein eigenes Rechtsempfinden verstößt, einen anderen Menschen auszulöschen“

Somit ist er strafmündig und man kann nicht sagen, er hat so gehandelt, weil der Determinismus ihn nicht anders hat handeln lassen, da er ja die Entscheidung aus freien Stücken getroffen hat und das in einem Bereich auf den der Determinismus keinen Zugriff hat, nämlich in der Seele.

[…]

(‏أمل Lisa Marlene Osman)

Sehr gut! :)

Das ist ein sehr guter Text, bis auf einen Punkt bei dem ich nicht zustimmen kann (Determinismus und die Seele des Menschen). Der Glaube an eine Seele und das eben diese nicht deterministisch ist halte ich für sehr theologisch. Auch wenn es im Fazit noch als fraglich angezweifelt wird, so wirkt dieser Punkt im Text zu fest und unumstößlich.

Ich glaube nicht an etwas wie eine Seele, und auch nicht daran das die Entscheidungen und Gefühle eines Menschen nicht auch dem striktem Determinismus zugrundeliegen. Das ist aber nur meine Meinung, soll jeder glauben woran er mag.

Die Entscheidungen die wir treffen, jeden Gedanken und Emotion die wir haben, basieren auf unseren aktuellen Zustand in dem wir uns befinden, unseren Gefühlen (chemische Reaktionen im Gehirn), unserer Intuition (biologisch vererbt, und/oder auf früheren Erfahrungen basierend), vorigen Gedankengängen (und deren Schlussfolgerungen) und unserer Umwelt die wir gerade wahrnehmen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten). Unser Gehirn ist eine hoch-komplexe Maschine, jeder Mensch hat sie mit unterschiedlichen Eingabedaten gefüttert (verschiedene Erfahrungen gemacht / andere einzigartige Erinnerungen gesammelt), und sie unterscheiden sich in bestimmten Bereichen gering individuell von den Gehirnen Anderer durch biologische Mutation (Psychopaten fehlt z.B. ein Schuldbewusstsein aufgrund einer Störung des Gehirns), wodurch es zu Unterschieden in den erzeugten Ausgaben dieser Maschine gibt. Aber warum sollte es nicht auch möglich sein, theoretisch (!) die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns bis ins kleinste Detail vorrauszuberechnen, wenn man dessen individuellen Aufbau exakt kennt, sowie seine sensorischen Eingaben und alle Daten die in ihm gespeichert sind? Den Einfluss einer hypotetisch vorhanden Seele auf den Denkprozess eines Gehirns kann wenn überhaupt nur sehr gering sein.

Der Aspekt der Seele ist auch nicht nötig um ein einzelnes Individuum für seine Taten zur Verantwortig zu ziehen. Angenommen die Person konnte gar nicht anders handeln, da sie nur den selben physikalischen Kräften und chemischen Reaktionen wie jeder andere unterworfen ist, so hätte die Person wissen müssen, das z.B. ein Mord eine schlechte Sache ist, und das dies bestraft wird. Dieses Wissen hätte sie davon abhalten müssen, und selbst wenn es ihr an mangelnder Einsicht für diese Ansicht fehlte, weil z.B. eine Störung des Gehirns vorliegt, oder sie zu Egoistisch dafür ist, so können wir als Gesellschaft ein solch schädliches Verhalten anderen Individuuen gegenüber nicht dulden, und müssen Strafen vollhängen um uns dagegen zu schützen und vor zukünftigen Taten abzuschrecken.

Wenn ein Roboter anfangen würde jeden Menschen der ihm begegnet umzubringen, würden wir ja auch nicht sagen: “oh, das ist schon in Ordnung, der tut nur wofür er programmiert wurde”, sondern wir würden ihn aus den Verkehr ziehen um uns selbst zu schützen. Das Problem der Justiz liegt dabei zum einem die Tat und deren Motiv zweifelslos Beweisen zu können (eigtl. so gut wie unmöglich) um ein Wegsperren zu rechtfertigen, und zum anderem das Moralische daran anderen Individuuen aufzuzwingen wie sie zu denken und sich zu verhalten haben. Was ist wenn der Roboter eine K.I. besitzt und aus guten, richtigen und rationalen Gründen sich dafür entschieden hat jeden Menschen zu töten? Wer sagt das wir etwas besseres sind als andere Lebewesen, andere Gedankengänge, andere Verhaltensweisen? Wer gibt uns das Recht über andere zu Urteilen? Das geben wir uns selbst, und einen Gott bilden wir uns nur ein um die Schuld von uns zu streifen.

Ein Aspekt der vielleicht noch Erwähnung verdient: Es wird uns niemals möglich sein den Zustand des gesamten Universums zu analisieren, zu speichern und daraus den Folgezustand zu berechnen. Das ganze ist nur ein theoretisches Gedankenspiel. Allein zur Speicherung des aktuellen Zustands benötigten wir soviele Atome wie unser Universum selbst besitzt, was eine Simulation unmöglich macht. Jede Betrachtung eines Teilbereiches des Universums mag zwar eine mehr oder minder gute Näherung an dem sein was folglich auch passieren mag, aber es kann niemals exakt sein, dazu ist der Teilbereich zu sehr abhängig von seiner Umgebung. Unser Planet z.B. ist nicht nur von der Anziehungskraft der Sonne, des Mondes und anderer Planeten unterworfen, sondern auch der anderer Sonnensysteme, anderer Galaxien, anderer Galaxienhaufen, anderer Superhaufen, und Bewegt sich deshalb, für uns kaum wahrnehmbar, ständig in astronomischen Geschwindigkeiten. Beispiel: unser Sonnensystem dreht sich mit etwa 267 km/s um den Mittelpunkt der Milchstraße herum (Erde um Sonne: 29,78 km/s). Die Milchstraße selbst wiederum bewegt sich als ganzes auf andere Galaxien zu, und Haufen von Galaxien auf andere, usw.

(via glasklarx-deactivated20120429)

Weshalb ich einsam bleiben werde

Auf einem Profil im Internet gefunden:

das wichtigste im leben ist LIEBE …und zu LEBEN…zu lachen…ich meine nicht nur die liebe zwischen mann und frau, sondern auch die zwischen freunden..man braucht menschen denen man vertrauen kann..die einen halten wenn was ist und immer zu einem stehen, einem freude schenken. nur so kann man das leben durchhalten ohne aufzugeben…nur so…kann man das was man hat überhaupt leben nennen…

Ich habe beides nicht, und habe immer noch nicht aufgegeben…noch. Warum eigentlich nicht? Egal, darum soll es jetzt nicht gehen.

Ich bekomme beides in meinem Leben nicht, weder Liebe noch Freundschaft, weil ich niemanden kennenlerne, meine Persönlichkeit - meine Art und Weise - dafür nicht geeignet ist, ich ein schlechter Mensch bin und kein Glück verdiene.


Wenn man nicht raus/weg geht lernt man auch niemanden kennen. Ohne Freunde mit denen ich weg gehen könnte bleibe ich alleine in meinem Zimmer und lebe vegitiere vor mich hin. Selbst Gelegenheiten die sich mir bieten, nehme ich nicht wahr um wegzugehen.

Ein Beispiel dafür war vor ein paar Wochen, als Kommilitonen kurzfristig (am selben Tag) der Gruppe (~20-25 Personen) vorschlugen gemeinsam zum Weihnachtmarkt zu gehen, als Abschluss des Jahres. Ich fühlte mich nicht angesprochen und zugehörig zu der Gruppe, das wäre mir auch zu unpersönlich gewesen mitzugehen ohne mit jemanden zu reden, und mit den vielen fremden Menschen auf dem Weihnachtsmarkt wäre ich auch nicht zurecht gekommen. Ich blieb einfach sitzen und arbeitete alleine weiter als dann alle gemeinsam aus dem Raum gingen. Gefragt ob ich nicht mitkommen will hat mich niemand, vielleicht hätte ich mich dann dazu entschlossen mitzugehen wenn irgendjemand Interesse daran gezeigt hätte das ich mitkomme, dann hätte ich wenigstens eine Person gehabt mit der ich hätte reden können.

Auf Studentenpartys gehe ich auch nicht, da will ich nicht alleine hin, alleine an meinem alkoholischem Getränkt rumnippeln und dann den ganzen Abend mit niemanden reden, wärend sich um mich herum alle amüsieren und Spaß haben.


Ich traue mich halt nicht auf jemanden zuzugehen und jemanden anzusprechen aus Angst die Person zu belästigen. Wer würde schon mit mir reden und sich unterhalten wollen, das würde ich ja auch nicht mit mir wollen.

Das ist nicht nur aufs Ansprechen beschränkt, sondern wirkt sich bei mir auch im Internet aufs Anschreiben aus, wodurch ich auch im Internet niemanden kennenlerne. Selbst angeschrieben werde ich nur sehr selten mal (alle paar Wochen mal vereinzelt), angesprochen nie.

Viele virtuelle Gespräche enden dann einfach ohne Kommentar, oft schon nach einer Nachricht, vermutlich weil ich zu anders bin als die Anderen, und meine depressive und ehrliche Art sehr abschreckt. Ich möchte nicht lügen, und auf “Wie geht es dir?” kann ich nicht anders als mit “Schlecht” zu Antworten, wenn die Person sich davon noch nicht abgeschreckt fühlt folgt die alles vernichtende Frage “Wieso denn?”, auf die meine ehrliche Antwort jede Person in die Flucht schlägt.

Die aussichtsreichen Gespräche sind die, bei denen die Frage wie es mir ginge oder was ich mache, oder so ein Smalltalk-Quatsch, nicht aufkommt, sondern gleich ein Thema angesprochen wird. Das Endet aber oft wenn das Thema vorbei ist oder die andere Person meint sich nicht auch am Gespräch zu beteiligen (nur direkte Fragen meinerseits beantworten, keine eigenen Fragen stellen, neben der Antwort nichts weiter erzählen auf das man eingehen könnte).


In der Schule baute ich nie Freundschaften auf, man war zwar in einer Zwangsgemeinschaft und hat die Pausen und viel Zeit miteinander verbracht, aber das hörte mit dem Ende der Schule auf, da man sich nie selten (eigtl. nur zu Geburtstagen) außerhalb der Schule getroffen hat. Ich kann es meinen Mitschülern auch nicht verübeln, ich war damals bin ein furchtbarer Mensch. Wenn ich mal Vorschlug etwas außerschulisches zu Unternehmen hatte dazu niemand Lust (mit mir), oder schon etwas anderes vor.

Nach Ende der Schule gab von mir den Versuch sich mit zwei Personen aus der Schule jährlich zu treffen, das scheiterte aber immer an terminlichen Konflikten, die vermutlich nur vorgeschoben wurden, da sie keine Lust hatten mit mir etwas zu unternehmen.

Die einzige Freundschaft die ich mal hatte war zu B.R.. Kennen tat ich B.R. aus einer Pflegefamilie zu denen ich mehrere Jahre lang Nachmittags nach der Schule musste, weil meine Eltern so lange arbeiteten und ich sonst alleine Zuhause gewesen wäre. Die Freundschaft zerfiel dann als wir zusammen auf ein Schandmaul-Konzert gehen wollten und B.R. mich dann alleine in der Schlange zurückgelassen hat (spät Abends, ich 15 Jahre alt, Rotlichtbezirk), um stattdessen mit anderen Freunden ohne mich etwas trinken zu gehen. Auch dazu beigetragen hat das B.R. kurze Zeit danach mit M.B. zusammenkam, und die Besuche bei der Pflegefamilie aufhörten weil ich dafür zu alt wurde (-> das Amt zahlte nicht mehr dafür).

In den ersten drei Semestern des Studiums gab es eine Person (D.F.) mit der ich gemeinsam alle 2er-Teamarbeiten des Studiums gemacht habe, und mit der ich mich drei/viermal getroffen habe um gemeinsam im Kino einen Film zu gucken und davor/danach ein paar Cocktails zu trinken. Das endete dann aber mit dem Studiumabbruch der Person weil dessen Vater gestorben ist, und aus Mangel an elektronischen Kontaktadressen.


Ich muss mich damit abfinden das ich nie jemanden finden werde, weder für eine Freundschaft und erst recht nicht für eine Liebe. In meinem Leben wird abgesehen von meinem Beruf nie etwas eine Rolle spielen. Und davor fürchte ich mich, da es mich nicht glücklich macht - ich so ein Leben nicht führen möchte. Das einzige das mich am Leben hält ist die kleine unwahrwscheinliche Möglichkeit das es doch anders kommt als ich denke, aber so wie es jetzt ist halte ich es nicht ewig aus…

Bärchen

Das ist Bärchen:

Bärchen hat auch noch ein von mir selbst genähtes Hemd und eine Jeans die nie richtig passt und ständig runterrutscht beim kuscheln.


Bekommen habe ich ihn als ich etwa in der 1. oder 2. Klasse war (etwa sechs oder sieben Jahre alt). Ich spielte in der großen Pause mit zwei Mitschülern im Sandkasten/Klettergerüst und irgendwie haben wir das Läuten des Endes der Pause nicht mitbekommen (oder bewusst ignoriert?). So etwa fünf Minuten nach Ende der Pause bemerkten wir das wir alleine auf dem Schulhof waren, und entschlossen uns weiterzuspielen statt in den Unterricht zu gehen.

Nach einiges Zeit musste zuerst der/die eine und dann der/die andere Mitschüler/in auf Toilette, mit dem Versprechen gleich wiederzukommen, so dass ich alleine war. Vermutlich wurden sie im Gebäudeinneren von einer Lehrkraft abgefangen und ins Klassenzimmer gebracht, oder sie beschlossen mir einen Streich zu spielen.

Schon recht schnell bekam ich dann Angst alleine erwischt zu werden, ging zum Gebäudeeingang und legte mich auf die Bank und tat so als würde ich schlafen, um eine Ausrede zu haben (Ausrede: Nacht zuvor wenig/schlecht geschlafen, in der Pause hingelegt, eingeschlafen, Klingeln nicht gehört -> Logik-Fehler: dann hätte die Pausenaufsicht oder andere Schüler mich beim reingehen dort liegen sehen müssen).

Irgendwann kam dann eine Lehrerin und versuchte mich zu wecken, ich tat so als würde ich schlafen, sei sehr müde und würde mich nur schwer wecken lassen, erst als ich stark geschüttelt wurde tat ich so langsam wach zu werden. Die Konsequenz davon war, dass die Lehrkräfte einen Krankenwagen gerufen haben, der mich dann ins Krankenhaus brachte. Im Krankenwagen habe ich von den Rettungskräften dann Bärchen bekommen.

Verdacht: Zuckerkrank / Diabetis, eine Woche Klinikaufenthalt mit dauerhaften Venenkatheter für ständige Bluttests.


Über die Jahre ist Bärchen ziemlich mitgenommen, unter anderem weil mein großer Bruder zwei mal auf die gemeine Idee kam mich damit zu foltern, dass er Bärchen mit einem Feuerzeug ankokelt.

Ich hatte auch eine Phase (Pubertät) in der ich Bärchen verstoßen hatte, da es mir peinlich war Kuscheltiere im Bett zu haben. Die “Scham” habe ich aber vor etwa drei bis vier Jahren überwunden, denn ich brauche nun mal täglich jemanden zum kuscheln, wenn sich schon kein Mensch dafür finden lässt. Nun ist es mir auch egal was andere darüber denken - so viele Personen kommen ja eh nicht in mein Zimmer um es sehen zu können (nur Familie, ich habe ja keine Freunde die mich besuchen könnten). S.B. fand es süß, und hatte selbst auch noch Kuscheltiere im eigenem Zimmer <3.

Dafür ist mir meine Mutter furchtbar peinlich und geht mir ziemlich auf die Nerven, da sie manchmal mit Bärchen “spricht” wenn sie in mein Zimmer kommt. Mit einer total kindischen/albernen Stimme, in der Dritten Person über mich redend als wäre ich nicht da. Ich bin keine sechs Jahre alt mehr… ich hasse sie.