Soziale Isolation

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Endogene Faktoren

Den genannten endogenen Faktoren gemeinsam ist die Tatsache, dass sie sich bei fortdauernder Isolation zunehmend verfestigen, da die Fähigkeit zur Relativierung und zur angemessenen Einschätzung der eigenen Erlebnisse und des äußeren Geschehens gerade wegen des Mangels an sozialen Erfahrungen fehlt. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass sich die isolierte Person durch ihre verzerrte Wahrnehmung in eine Lage manövriert, in der der Ausbruch aus der Isolation aus eigener Kraft faktisch unmöglich wird. Der Isolierte entwickelt ein in sich geschlossenes, hermetisches Selbstbild, das von der sozialen Realität abgekoppelt ist und zu Handlungs- und Verhaltensweisen führen kann, die sich gegenüber sozialen Rückmeldungen gewissermaßen verselbstständigen: Der normale soziale Regelkreis, bei dem das eigene Handeln an den Reaktionen der Umwelt gemessen und erforderlichenfalls korrigiert oder angepasst wird, ist bei schweren Fällen sozialer Isolation durchbrochen.

Negatives Selbstbild

Mangelndes Selbstwertgefühl lässt Menschen daran zweifeln, dass andere sie als wertvoll, angenehm oder in anderer Weise positiv wahrnehmen könnten. Unter geistiger Vorwegnahme drohender Zurückweisungen unternehmen solche Personen daher gar nicht erst den Versuch, ihre negativen Einschätzungen durch praktische Erfahrungen zu überprüfen (Selbsterfüllende Prophezeiung).

Unangemessene Generalisierung spezifischer sozialer Erlebnisse

Der Mangel an sozialen Erfahrungen führt dazu, dass isoliert lebende Personen einzelne, zufällig eintretende negative Ereignisse in ihrer Allgemeingültigkeit überbewerten. Außerdem besteht die Tendenz, die besonderen Umstände einer tatsächlich bestehenden Isolationssituation auszublenden und durch die Auffassung zu ersetzen, man passe generell nicht in soziale Zusammenhänge hinein.

Selektiv negative Wahrnehmung

Isoliert lebende Personen entwickeln Wahrnehmungsmuster, bei denen in zunehmendem Maße negative Erfahrungen verarbeitet werden, während positive Ereignisse systematisch ausgeblendet werden. Das subjektive Erleben der eigenen Rolle im sozialen Umfeld ist daher das einer Reihung von Misserfolgen und Zurückweisungen. Angst vor Versagen und die generelle Erwartung von Unheil führen zum verstärkten Rückzug aus dem sozialen Raum.

Spezifische Attributierungsmuster

Isoliert lebende Personen tendieren dazu, (Pseudo-)Erklärungen für ihre Isolation zu entwickeln, deren gemeinsames Muster darin besteht, dass die unbefriedigenden und als schmerzhaft empfundenen sozialen Erfahrungen stets negativen Eigenschaften der eigenen Persönlichkeit zugeschrieben werden (internale Attribution) – beispielsweise mangelnder Attraktivität oder Liebenswürdigkeit. Die sich von der Gesellschaft zurückgestoßen und abgelehnt fühlende Person liefert somit ebendieser Gesellschaft geradezu die Argumente dafür, warum es “richtig” ist, Zurückstoßung und Ablehnung zu signalisieren. Die Vorstellung, dass die Gründe für das Misslingen sozialer Interaktion auch im Gegenüber oder in den Situationsumständen liegen könnten (externale Attribution), ist einer chronisch isolierten Person oft nicht mehr vermittelbar.

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Hervorhebungen von mir -> Relevanz

(Quelle: Wikipedia)

Versuch #2

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen zu Silvester einen Eintrag zu posten, in dem ich mir einen guten Vorsatz zum neuem Jahr auferlegt hätte. Dieser Vorsatz hätte zum Ziel gehabt dieses Jahr ein Date zu bekommen. Hätte ich es nicht geschafft mindestens eine Verabredung in diesem Jahr zu bekommen wäre die letztendliche Konsequenz im folgendem Jahr Suizid zu begehen (ich kann und will nicht den Rest meines Lebens alleine verbringen ohne je eine Beziehung gehabt zu haben, ohne je geliebt worden zu sein und ohne je Sex gehabt zu haben). Als Hilfsmittel um das zu erreichen und um meine extreme Schüchternheit zu überwinden, hätte ich jeden Monat mindestens eine Person anschreiben müssen, mit Strafen für mich wenn ich das nicht geschafft hätte (alleine Freizeitaktivitäten angehen bei denen ich jemanden hätte kennenlernen können).

Den Post hatte ich schon fertig geschrieben mit jeder Menge spezifischer Regeln (damit ich mich nicht selbst Betrüge - ich kenne mich…), Ausnahmen, Begründungen und praktischen Anweisungen für mich. Ich hätte den Post eigentlich nur noch publizieren müssen, und ich habe ihn auch jetzt noch in meinen Entwürfen liegen. Irgendwie war mir gegen Silvester dann doch nicht danach es durchzuziehen, weil ich dieses Jahr sicherlich noch sehr mit dem Abschließen meines Studiums beschäftigt sein werde, und so dachte ich mir das Vorhaben vielleicht auf das nächste Jahr zu verschieben.


Auch wenn ich es nicht vor hatte, so habe ich dennoch im Januar jemanden angeschrieben (die zweite Person überhaupt, die erste Person war J.G.) weil mir danach war - mir die Person gefiel. Das wurde jedoch ein Reinfall (ich schrieb etwas falsches, das man auch als Beleidigung hätte auffassen können, auch wenn ich es nicht so gemeint habe) und führte deshalb zu nichts (wegen meinerseitigen Schuldgefühlen deswegen).

Im Februar dann meldete ich mich auf einer weiteren Partnerbörse an (echt toller Funktionsumfang, auf Englisch und kostenlos für alle Geschlechter, aber mit vergleichsweise wenig deutschen Nutzern), und auch wenn ich in dem Monat niemanden anschrieb, so wurde ich dort von einer Person (H.A.) angeschrieben, deren Profil mir vorher schon aufgefallen war (und hoffte angeschrieben zu werden), mit der ich mich dann auch sehr gut verstand, und seitdem viel schrieb (soviel Text, Inhalt und Schreibkunst wie seit S.B. nicht mehr).

Morgen habe ich mit dieser Person ein erstes Date :-) Also obwohl ich es verschoben hatte, habe ich dennoch meinen “guten Vorsatz” einer Verabredung erreicht. Das wird dann der zweite Mensch in meinem Leben mit dem ich ein Date haben werde (der erste war S.B.).


Ich freue mich sehr auf Morgen, hoffe das nichts schiefgeht, und im Laufe der Zeit vielleicht noch mehr daraus wird, habe aber Zweifel daran. Über S.B. bin ich noch lange nicht hinweg. Denke noch häufig an diesen Menschen der mir so viel bedeutet hat, liebe ihn noch und glaube nicht wirklich daran das sich das je ändern wird. Ist das ein Problem? Bin ich überhaupt in der Lage diese neue Person so zu lieben wie sie es verdient? Ist es dieser neuen Person gegenüber fair Hoffnungen zu wecken, wenn ich noch Gefühle für eine andere Person (S.B.) hege aus denen absolut niemals etwas werden wird?

Ist in meinem Herzen vielleicht gar kein Platz für einen neuen Menschen? Wird S.B. für immer in meinem Herzen bleiben und es ganz für sich beanspruchen, also niemanden neben sich dulden? Wird die Liebe für S.B. Platz machen um andere Menschen neben sich zu akzeptieren? Oder wird sogar S.B. durch diese Erfahrung ganz aus meinem Herzen verschwinden und es für neue Personen freigeben? Und warum müssen solche Dinge immer so kompliziert sein? :-(

pamuk4life fragte: Du hast etwas sehr Interessantes zum meinem Text geschrieben, über den determinismus. Psyche bedeutet übersetzt Seele. Psychologie ist nichts anderes als Seelenlehre. Du sagst, es ist nur etwas Theologisches, aber dem kann ich nicht über einstimmen, denn nicht alles in der Psychologie, ist mit Chemischen Abläufen im Hirn zu erklären, sondern mit dauerhaften Erkrankungen vom Inneren des Menschen eben der Seele.

Das der Begriff Psychologie aus dem Altgriechischem stammt und Übersetzt soviel wie Seelenlehre bedeutet ist noch kein Beweis oder Argument dass das menschliche Verhalten auch tatsächlich von der theologischen Vorstelllung einer Seele ausgeht. Wikipediaartikel zu Psychologie dazu: “Die Seele oder der Geist im metaphysischen oder theologischen Sinn ist nach der gegenwärtigen Auffassung nicht Gegenstand der Psychologie.”

Und bei diesen “dauerhaften Erkrankungen vom Inneren des Menschen eben der Seele” gehe ich nicht davon aus das sie eine Seele betreffen, einen magischen Teil einer Persönlichkeit die nicht dem Determinismus unterliegt und nach dem Tod weiter existiert, sondern ihren Ursprung in traumatischen Ereignissen haben, die Teil der Erinnerung / der Erfahrungen eines Menschen werden. Das Gehirn interpretiert und analysiert diese Erfahrungen und bewertet sie, die Schlussfolgerungen die das Gehirn daraus zieht werden Teil der Arbeitsweise der Maschine “Gehirn”, auf die es in zukünftigen Situationen zugreift um Entscheidungen zu fällen. Dadurch wird das zukünftige Verhalten durch Vergangenes beeinflusst, und ich bin der Meinung das der Prozess des “Lernens” des Gehirns, sowie die Entscheidungsfindung unter Verwendung des Erlernten, ließe sich (theoretisch) deterministisch nachvollziehen, und reicht alleinig aus um jedes menschliche und tierische Verhalten zu erklären.

Es ist theologisch, Sache des Glabens jedes Einzelnen, ob er an einen Determinismus glaubt oder an den Zufall. Ebenso wie es Sache des Glaubens ist, ob es eine Seele mit freien Willen gibt oder nicht. Unumstößlich beweisen oder wiederlegen lassen wird sich letzendlich weder das eine noch das andere. Ein Freier Wille passt aber irgendwie nicht wirklich in das Konzept des Determinismus, in dem sich alles Andere so exakt und deterministisch berechnen lässt. Eine Ausnahme hineinzuerfinden um die religiöse Vorstellung einer Seele mit freien Willens zu unterstützen, um sich selbst wertvoller und nicht so unwichtig erscheinen zu lassen, ist eben nur Glaube. Den will ich dir nicht nehmen, oder schlecht reden, du kannst auch genau so gut recht haben - das werden wir nie erfahren. Ich glaube eben an etwas anderes das für mich vernünftiger scheint, und wollte dazu meine Meinung kundtun, da dies ein Thema ist über das ich viel nachdenke.

DETERMINISMUS

zauberwesenx:

pamuk4life:

[…]

Determinismus und die Seele des Menschen (Psyche)

 

Das Wort Psyche stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Atem“ oder „Rauch“. Heute wird im Allgemeinen unter der Psyche eines Menschen das Seelenleben verstanden,  also die Seele an sich mit dem Denken und Gefühlsleben eines Menschen.

Die Seele eines Menschen ist etwas nicht Stoffliches, etwas nicht Greifbares. Ebenso wie die Gefühle die von ihr ausgehen.

Entscheidungen die Menschen fällen werden maßgeblich von der Seele beeinflusst und getroffen.

Wenn die Seele etwas nicht Stoffliches ist, also etwas nicht aus Materie bestehendes, dann würde es bedeuten, dass sie keinen physikalischen Gesetzen folgt. Die Schlussfolgerung wäre also, dass sie somit indeterminiert handelt, also der Determinismus keinen Einfluss auf sie hat.

 

Eine Entscheidung die ein Mensch trifft, ob er was tut oder nicht, eine Entscheidung die ein Straftäter trifft, ob er einen Mord begeht oder nicht, all das wird mit den Gefühlen der Seele abgewogen und somit wird eine Entscheidung getroffen, die von ihr ausgeht. Wenn ein Mensch vor einer Entscheidung steht, durchläuft er somit einen Prozess in dem er durch seine Psyche abwägt, was nun besser wäre.

Wichtig ist auch, dass man berücksichtig, dass dies nur für psychisch gesunde Menschen gilt, nicht für geistig behinderte oder psychisch gestörte Menschen.

Die getroffene Entscheidung wird Schlussendlich vom Hirn aus weitergeleitet und ausgeführt, das heißt, dass im Gehirn ein Vorgang umgesetzt wird, der keinen physikalischen Ursprung hat, wenn das Signal für diesen Vorgang aus einer nichtphysischen Quelle entstammt, also der Seele, dann kann dieser Vorgang nicht auf physischer Ebene determiniert werden.

Wenn ein Mörder also vorhat einen Menschen zu ermorden, dann findet der Entscheidungsprozess in einem indeterministischen Bereich statt, nur die Ausführung der Entscheidung verläuft determiniert.

Somit wird eine klare Schnittstelle zwischen Indeterminismus und Determinismus im Ablauf  angefangen vom Fällen einer Entscheidung bis hin zur Umsetzung dieser klar.

Für das menschliche Gehirn scheint also der Determinismus außer Kraft gesetzt zu sein.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die alternative Wahlmöglichkeit die ein Mensch hat. Beim Abwägen kann sich ein Mensch überlegen, was besser wäre und was nicht.

Ein potentieller Mörder hat die Wahl ob er einem anderen Menschen wirklich das Leben nehmen möchte oder nicht. Wenn er sich dafür entscheidet, dann trifft er aktiv in der Seele die Entscheidung: „Ja, ich will diesen Menschen töten.“ er trifft sie aktiv und gewollt, also zurechnungsfähig und mit voller Absicht, er hätte aber die Wahl gehabt zu sagen: „Nein, ich tue es nicht, weil es auch gegen mein eigenes Rechtsempfinden verstößt, einen anderen Menschen auszulöschen“

Somit ist er strafmündig und man kann nicht sagen, er hat so gehandelt, weil der Determinismus ihn nicht anders hat handeln lassen, da er ja die Entscheidung aus freien Stücken getroffen hat und das in einem Bereich auf den der Determinismus keinen Zugriff hat, nämlich in der Seele.

[…]

(‏أمل Lisa Marlene Osman)

Sehr gut! :)

Das ist ein sehr guter Text, bis auf einen Punkt bei dem ich nicht zustimmen kann (Determinismus und die Seele des Menschen). Der Glaube an eine Seele und das eben diese nicht deterministisch ist halte ich für sehr theologisch. Auch wenn es im Fazit noch als fraglich angezweifelt wird, so wirkt dieser Punkt im Text zu fest und unumstößlich.

Ich glaube nicht an etwas wie eine Seele, und auch nicht daran das die Entscheidungen und Gefühle eines Menschen nicht auch dem striktem Determinismus zugrundeliegen. Das ist aber nur meine Meinung, soll jeder glauben woran er mag.

Die Entscheidungen die wir treffen, jeden Gedanken und Emotion die wir haben, basieren auf unseren aktuellen Zustand in dem wir uns befinden, unseren Gefühlen (chemische Reaktionen im Gehirn), unserer Intuition (biologisch vererbt, und/oder auf früheren Erfahrungen basierend), vorigen Gedankengängen (und deren Schlussfolgerungen) und unserer Umwelt die wir gerade wahrnehmen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten). Unser Gehirn ist eine hoch-komplexe Maschine, jeder Mensch hat sie mit unterschiedlichen Eingabedaten gefüttert (verschiedene Erfahrungen gemacht / andere einzigartige Erinnerungen gesammelt), und sie unterscheiden sich in bestimmten Bereichen gering individuell von den Gehirnen Anderer durch biologische Mutation (Psychopaten fehlt z.B. ein Schuldbewusstsein aufgrund einer Störung des Gehirns), wodurch es zu Unterschieden in den erzeugten Ausgaben dieser Maschine gibt. Aber warum sollte es nicht auch möglich sein, theoretisch (!) die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns bis ins kleinste Detail vorrauszuberechnen, wenn man dessen individuellen Aufbau exakt kennt, sowie seine sensorischen Eingaben und alle Daten die in ihm gespeichert sind? Den Einfluss einer hypotetisch vorhanden Seele auf den Denkprozess eines Gehirns kann wenn überhaupt nur sehr gering sein.

Der Aspekt der Seele ist auch nicht nötig um ein einzelnes Individuum für seine Taten zur Verantwortig zu ziehen. Angenommen die Person konnte gar nicht anders handeln, da sie nur den selben physikalischen Kräften und chemischen Reaktionen wie jeder andere unterworfen ist, so hätte die Person wissen müssen, das z.B. ein Mord eine schlechte Sache ist, und das dies bestraft wird. Dieses Wissen hätte sie davon abhalten müssen, und selbst wenn es ihr an mangelnder Einsicht für diese Ansicht fehlte, weil z.B. eine Störung des Gehirns vorliegt, oder sie zu Egoistisch dafür ist, so können wir als Gesellschaft ein solch schädliches Verhalten anderen Individuuen gegenüber nicht dulden, und müssen Strafen vollhängen um uns dagegen zu schützen und vor zukünftigen Taten abzuschrecken.

Wenn ein Roboter anfangen würde jeden Menschen der ihm begegnet umzubringen, würden wir ja auch nicht sagen: “oh, das ist schon in Ordnung, der tut nur wofür er programmiert wurde”, sondern wir würden ihn aus den Verkehr ziehen um uns selbst zu schützen. Das Problem der Justiz liegt dabei zum einem die Tat und deren Motiv zweifelslos Beweisen zu können (eigtl. so gut wie unmöglich) um ein Wegsperren zu rechtfertigen, und zum anderem das Moralische daran anderen Individuuen aufzuzwingen wie sie zu denken und sich zu verhalten haben. Was ist wenn der Roboter eine K.I. besitzt und aus guten, richtigen und rationalen Gründen sich dafür entschieden hat jeden Menschen zu töten? Wer sagt das wir etwas besseres sind als andere Lebewesen, andere Gedankengänge, andere Verhaltensweisen? Wer gibt uns das Recht über andere zu Urteilen? Das geben wir uns selbst, und einen Gott bilden wir uns nur ein um die Schuld von uns zu streifen.

Ein Aspekt der vielleicht noch Erwähnung verdient: Es wird uns niemals möglich sein den Zustand des gesamten Universums zu analisieren, zu speichern und daraus den Folgezustand zu berechnen. Das ganze ist nur ein theoretisches Gedankenspiel. Allein zur Speicherung des aktuellen Zustands benötigten wir soviele Atome wie unser Universum selbst besitzt, was eine Simulation unmöglich macht. Jede Betrachtung eines Teilbereiches des Universums mag zwar eine mehr oder minder gute Näherung an dem sein was folglich auch passieren mag, aber es kann niemals exakt sein, dazu ist der Teilbereich zu sehr abhängig von seiner Umgebung. Unser Planet z.B. ist nicht nur von der Anziehungskraft der Sonne, des Mondes und anderer Planeten unterworfen, sondern auch der anderer Sonnensysteme, anderer Galaxien, anderer Galaxienhaufen, anderer Superhaufen, und Bewegt sich deshalb, für uns kaum wahrnehmbar, ständig in astronomischen Geschwindigkeiten. Beispiel: unser Sonnensystem dreht sich mit etwa 267 km/s um den Mittelpunkt der Milchstraße herum (Erde um Sonne: 29,78 km/s). Die Milchstraße selbst wiederum bewegt sich als ganzes auf andere Galaxien zu, und Haufen von Galaxien auf andere, usw.

(via glasklarx-deactivated20120429)

Weshalb ich einsam bleiben werde

Auf einem Profil im Internet gefunden:

das wichtigste im leben ist LIEBE …und zu LEBEN…zu lachen…ich meine nicht nur die liebe zwischen mann und frau, sondern auch die zwischen freunden..man braucht menschen denen man vertrauen kann..die einen halten wenn was ist und immer zu einem stehen, einem freude schenken. nur so kann man das leben durchhalten ohne aufzugeben…nur so…kann man das was man hat überhaupt leben nennen…

Ich habe beides nicht, und habe immer noch nicht aufgegeben…noch. Warum eigentlich nicht? Egal, darum soll es jetzt nicht gehen.

Ich bekomme beides in meinem Leben nicht, weder Liebe noch Freundschaft, weil ich niemanden kennenlerne, meine Persönlichkeit - meine Art und Weise - dafür nicht geeignet ist, ich ein schlechter Mensch bin und kein Glück verdiene.


Wenn man nicht raus/weg geht lernt man auch niemanden kennen. Ohne Freunde mit denen ich weg gehen könnte bleibe ich alleine in meinem Zimmer und lebe vegitiere vor mich hin. Selbst Gelegenheiten die sich mir bieten, nehme ich nicht wahr um wegzugehen.

Ein Beispiel dafür war vor ein paar Wochen, als Kommilitonen kurzfristig (am selben Tag) der Gruppe (~20-25 Personen) vorschlugen gemeinsam zum Weihnachtmarkt zu gehen, als Abschluss des Jahres. Ich fühlte mich nicht angesprochen und zugehörig zu der Gruppe, das wäre mir auch zu unpersönlich gewesen mitzugehen ohne mit jemanden zu reden, und mit den vielen fremden Menschen auf dem Weihnachtsmarkt wäre ich auch nicht zurecht gekommen. Ich blieb einfach sitzen und arbeitete alleine weiter als dann alle gemeinsam aus dem Raum gingen. Gefragt ob ich nicht mitkommen will hat mich niemand, vielleicht hätte ich mich dann dazu entschlossen mitzugehen wenn irgendjemand Interesse daran gezeigt hätte das ich mitkomme, dann hätte ich wenigstens eine Person gehabt mit der ich hätte reden können.

Auf Studentenpartys gehe ich auch nicht, da will ich nicht alleine hin, alleine an meinem alkoholischem Getränkt rumnippeln und dann den ganzen Abend mit niemanden reden, wärend sich um mich herum alle amüsieren und Spaß haben.


Ich traue mich halt nicht auf jemanden zuzugehen und jemanden anzusprechen aus Angst die Person zu belästigen. Wer würde schon mit mir reden und sich unterhalten wollen, das würde ich ja auch nicht mit mir wollen.

Das ist nicht nur aufs Ansprechen beschränkt, sondern wirkt sich bei mir auch im Internet aufs Anschreiben aus, wodurch ich auch im Internet niemanden kennenlerne. Selbst angeschrieben werde ich nur sehr selten mal (alle paar Wochen mal vereinzelt), angesprochen nie.

Viele virtuelle Gespräche enden dann einfach ohne Kommentar, oft schon nach einer Nachricht, vermutlich weil ich zu anders bin als die Anderen, und meine depressive und ehrliche Art sehr abschreckt. Ich möchte nicht lügen, und auf “Wie geht es dir?” kann ich nicht anders als mit “Schlecht” zu Antworten, wenn die Person sich davon noch nicht abgeschreckt fühlt folgt die alles vernichtende Frage “Wieso denn?”, auf die meine ehrliche Antwort jede Person in die Flucht schlägt.

Die aussichtsreichen Gespräche sind die, bei denen die Frage wie es mir ginge oder was ich mache, oder so ein Smalltalk-Quatsch, nicht aufkommt, sondern gleich ein Thema angesprochen wird. Das Endet aber oft wenn das Thema vorbei ist oder die andere Person meint sich nicht auch am Gespräch zu beteiligen (nur direkte Fragen meinerseits beantworten, keine eigenen Fragen stellen, neben der Antwort nichts weiter erzählen auf das man eingehen könnte).


In der Schule baute ich nie Freundschaften auf, man war zwar in einer Zwangsgemeinschaft und hat die Pausen und viel Zeit miteinander verbracht, aber das hörte mit dem Ende der Schule auf, da man sich nie selten (eigtl. nur zu Geburtstagen) außerhalb der Schule getroffen hat. Ich kann es meinen Mitschülern auch nicht verübeln, ich war damals bin ein furchtbarer Mensch. Wenn ich mal Vorschlug etwas außerschulisches zu Unternehmen hatte dazu niemand Lust (mit mir), oder schon etwas anderes vor.

Nach Ende der Schule gab von mir den Versuch sich mit zwei Personen aus der Schule jährlich zu treffen, das scheiterte aber immer an terminlichen Konflikten, die vermutlich nur vorgeschoben wurden, da sie keine Lust hatten mit mir etwas zu unternehmen.

Die einzige Freundschaft die ich mal hatte war zu B.R.. Kennen tat ich B.R. aus einer Pflegefamilie zu denen ich mehrere Jahre lang Nachmittags nach der Schule musste, weil meine Eltern so lange arbeiteten und ich sonst alleine Zuhause gewesen wäre. Die Freundschaft zerfiel dann als wir zusammen auf ein Schandmaul-Konzert gehen wollten und B.R. mich dann alleine in der Schlange zurückgelassen hat (spät Abends, ich 15 Jahre alt, Rotlichtbezirk), um stattdessen mit anderen Freunden ohne mich etwas trinken zu gehen. Auch dazu beigetragen hat das B.R. kurze Zeit danach mit M.B. zusammenkam, und die Besuche bei der Pflegefamilie aufhörten weil ich dafür zu alt wurde (-> das Amt zahlte nicht mehr dafür).

In den ersten drei Semestern des Studiums gab es eine Person (D.F.) mit der ich gemeinsam alle 2er-Teamarbeiten des Studiums gemacht habe, und mit der ich mich drei/viermal getroffen habe um gemeinsam im Kino einen Film zu gucken und davor/danach ein paar Cocktails zu trinken. Das endete dann aber mit dem Studiumabbruch der Person weil dessen Vater gestorben ist, und aus Mangel an elektronischen Kontaktadressen.


Ich muss mich damit abfinden das ich nie jemanden finden werde, weder für eine Freundschaft und erst recht nicht für eine Liebe. In meinem Leben wird abgesehen von meinem Beruf nie etwas eine Rolle spielen. Und davor fürchte ich mich, da es mich nicht glücklich macht - ich so ein Leben nicht führen möchte. Das einzige das mich am Leben hält ist die kleine unwahrwscheinliche Möglichkeit das es doch anders kommt als ich denke, aber so wie es jetzt ist halte ich es nicht ewig aus…

Bärchen

Das ist Bärchen:

Bärchen hat auch noch ein von mir selbst genähtes Hemd und eine Jeans die nie richtig passt und ständig runterrutscht beim kuscheln.


Bekommen habe ich ihn als ich etwa in der 1. oder 2. Klasse war (etwa sechs oder sieben Jahre alt). Ich spielte in der großen Pause mit zwei Mitschülern im Sandkasten/Klettergerüst und irgendwie haben wir das Läuten des Endes der Pause nicht mitbekommen (oder bewusst ignoriert?). So etwa fünf Minuten nach Ende der Pause bemerkten wir das wir alleine auf dem Schulhof waren, und entschlossen uns weiterzuspielen statt in den Unterricht zu gehen.

Nach einiges Zeit musste zuerst der/die eine und dann der/die andere Mitschüler/in auf Toilette, mit dem Versprechen gleich wiederzukommen, so dass ich alleine war. Vermutlich wurden sie im Gebäudeinneren von einer Lehrkraft abgefangen und ins Klassenzimmer gebracht, oder sie beschlossen mir einen Streich zu spielen.

Schon recht schnell bekam ich dann Angst alleine erwischt zu werden, ging zum Gebäudeeingang und legte mich auf die Bank und tat so als würde ich schlafen, um eine Ausrede zu haben (Ausrede: Nacht zuvor wenig/schlecht geschlafen, in der Pause hingelegt, eingeschlafen, Klingeln nicht gehört -> Logik-Fehler: dann hätte die Pausenaufsicht oder andere Schüler mich beim reingehen dort liegen sehen müssen).

Irgendwann kam dann eine Lehrerin und versuchte mich zu wecken, ich tat so als würde ich schlafen, sei sehr müde und würde mich nur schwer wecken lassen, erst als ich stark geschüttelt wurde tat ich so langsam wach zu werden. Die Konsequenz davon war, dass die Lehrkräfte einen Krankenwagen gerufen haben, der mich dann ins Krankenhaus brachte. Im Krankenwagen habe ich von den Rettungskräften dann Bärchen bekommen.

Verdacht: Zuckerkrank / Diabetis, eine Woche Klinikaufenthalt mit dauerhaften Venenkatheter für ständige Bluttests.


Über die Jahre ist Bärchen ziemlich mitgenommen, unter anderem weil mein großer Bruder zwei mal auf die gemeine Idee kam mich damit zu foltern, dass er Bärchen mit einem Feuerzeug ankokelt.

Ich hatte auch eine Phase (Pubertät) in der ich Bärchen verstoßen hatte, da es mir peinlich war Kuscheltiere im Bett zu haben. Die “Scham” habe ich aber vor etwa drei bis vier Jahren überwunden, denn ich brauche nun mal täglich jemanden zum kuscheln, wenn sich schon kein Mensch dafür finden lässt. Nun ist es mir auch egal was andere darüber denken - so viele Personen kommen ja eh nicht in mein Zimmer um es sehen zu können (nur Familie, ich habe ja keine Freunde die mich besuchen könnten). S.B. fand es süß, und hatte selbst auch noch Kuscheltiere im eigenem Zimmer <3.

Dafür ist mir meine Mutter furchtbar peinlich und geht mir ziemlich auf die Nerven, da sie manchmal mit Bärchen “spricht” wenn sie in mein Zimmer kommt. Mit einer total kindischen/albernen Stimme, in der Dritten Person über mich redend als wäre ich nicht da. Ich bin keine sechs Jahre alt mehr… ich hasse sie.

Geburtstagsgruß

Nachtrag zu Alte SMS:

S.B.’s Geburtsdatum habe ich einige Tage später in Skype gefunden, da hatte mich S.B. noch nicht rausgelöscht (inzwischen aber schon). Der Geburtstag ist Heute, und das Datum 07.12.1988 werde ich bestimmt nicht vergessen.

Wie ich es vor hatte, habe ich S.B. eben eine SMS geschickt.

Ich: [Lieber/Liebe S.], Herzlichen Glückwunsch zu deinem 23. Geburtstag, auf das sich all deine Wünsche (nicht nur Heute) erfüllen mögen. <3

Eine Antwort habe ich inzwischen auch schon erhalten.

S.B.: Vielen Dank. Allerdings spukt [sic] mein Handy zu dieser Nr. leider keinen Namen aus.

Damit habe ich gerechnet. Wenn mich S.B. aus Studi-VZ und Skype gelöscht hat (aus Facebook habe ich S.B. gelöscht, weil ich die täglichen Statusupdates nicht länger ertragen konnte, in denen S.B. so glücklich und fröhlich ist) war es nur konsequent meine Nummer auch aus dem Handy zu löschen. Ist ja Heute auch auf dem Tag genau sieben Monate her, seit wir uns das letzte mal sahen.

Auf die SMS antworten und meine Identität preisgeben werde ich nicht, dazu bin ich als Mensch nicht wichtig genug, als das ich mich S.B. aufdränge. Nicht das sich S.B. womöglich noch an mich erinnert und sich dadurch schlecht fühlt oder so. Das möchte ich nicht.

Aufhören zu Lieben

Ich glaube es ist nicht möglich jemanden nicht mehr zu lieben.

Wir lieben ja nicht die Person, sondern unsere Vorstellung von der Person. Wenn sich diese Vorstellung nicht ändert, können wir auch nicht aufhören sie zu lieben.

Wir verdrängen die Gefühle höchstens oder “vergessen” die Person (sie ist nicht mehr Teil unserer kreisender Gedanken - “ich sehe die Person nie wieder, warum sich also noch drum kümmern”), aber wir hören nicht auf zu lieben. Begegnen wir der Person erneut, erleiden wir einen Rückfall und das Leid beginnt von vorne.

Das was es uns ermöglicht jemaden nicht mehr zu lieben ist, wenn sich unsere Vorstellung von der Person ändert. Unsere alte Vorstellung von der Person lieben wir weiter, aber unsere neue Vorstellung von der Person erlaubt es nicht die alte Vorstellung weiterhin auf diese Person zu projizieren. Die alte Vorstellung lieben wir, die neue nicht. Was uns dann leiden lässt ist, das die Person die wir lieben in Wirklichkeit nicht existiert, sie womöglich nie existiert hat, aber wir werden dieses Leid überwinden.

Erfolgt die Trennung konfliktlos, ändert also nicht unsere Vorstellung von der Person, können wir nicht aufhören zu lieben. Unser Ideal von der Person bleibt erhalten. Eine konfliktreiche Trennung ist da vorteilhafter, da durch den Konflikt aktiv unsere Vorstellung der Person verschlechtert wird - wenn durch das festhalten am altem Ideal die Verschlechterung der Vorstellung nicht sofort einsetzt, kann dies immer noch zu einem späteren Zeitpunkt passieren, wenn man die Trennung revue passieren lässt - sie reflektiert.

Bleibt unsere Vorstellung von der Person unberührt bleibt uns nur noch die Möglichkeit uns selbst zu belügen, um die Vorstellung negativ zu beeinflussen, oder uns selbst zu verändern (“ich brauche keine Beziehung, ich bin auch alleine Glücklich”), wodurch die Vorstellung unattraktiver für uns wird. Beides ist sehr schwer.


Deshalb kann ich nicht aufhören S.B. zu lieben. Die “Trennung” verlief konfliktlos. Der liebenswerte Mensch aus meiner Vorstellung existiert so weiterhin, und ich kann mich nicht selbst belügen in dem ich diesem Menschen schlechte Eigenschaften zuordne die so nicht existieren. Ich kann mich auch nicht ändern, weil ich die Art und Weise wie ich leben möchte, und die Ideale die ich an der Vorstellung dieser Person liebe, nach wie vor als richtig empfinde.

Aufhören verliebt zu sein trat bereits nach ein bis zwei Monaten ein, weil ich anfing die Gefühle zu verdrängen (was nicht immer gut klappt), aber meine Vorstellung von S.B. liebe ich weiterhin, und deswegen kann ich nicht mit S.B. befreundet sein und darf S.B. nicht begegnen. Andernfalls würde ich mich stätig erneut verlieben, und an der Realität der unerwiederten Liebe immer wieder erneut zu Grunde gehen.

Mich nicht zu lieben ist kein Verbrechen - ich kann es sehr gut nachvollziehen. Diese Tatsache allein verändert nicht meine Vorstellung von S.B. negativ, S.B. bleibt weiterhin ein wundervoller Mensch der es Wert ist geliebt zu werden - ich bin es nicht. Wenn dieser Mensch zusammen mit mir nicht glücklich sein kann, weil er mich nicht liebt, dann hoffe ich das dieser Mensch mit jemand anderen glücklich wird.

“Vergessen” ist ein Prozess der leider nur sehr langsam von statten geht.

Ignoranz

farbenblind:

Alle Menschen sind gleich geschaffen. Trotzdem nehmen sich einige das Recht, auf andere zu treten, um sich höher zu stellen, um noch verächtlicher runterspucken zu können. Vergessen, dass alle die selben Rechte haben. Vergessen, dass das Aussehen nicht alles ist. Vergessen, dass Intelligenz wundervoll ist, wertvoller als das Aussehen. Vergessen oder ignorieren? Woher nehmen sich manche Menschen den Glauben, besser oder wertvoller zu sein als andere? Wo ist der Respekt vor den anderen? Gerade wenn man sich noch nicht kennt, sollte man doch eigentlich neutral sein, noch keine vorgefertigte Meinung haben. Woher nehmen sich Menschen diese Selbstüberschätzung, dieses Gefühl soviel besser oder wertvoller zu sein? Diese respektlose Überheblichkeit? Und warum? So viele Fragen und keine Antworten. Alles was bleibt ist eine Wut, die fast schon mit Aggressionen zu vergleichen ist und der Hass auf diese heruntergekommene Gesellschaft, von der so viele noch nicht einmal merken, wie heruntergekommen sie ist.

Familiengeheimnis

Vor etwa einem halben bis einem Jahr erzählte mir meine Mutter beiläufig davon, das sie mir und meinem Bruder damnächst ein Familiengeheimnis erzählen will. Mein Bruder war nicht anwesend, und obwohl ich es nicht wissen wollte, und ihr mehrmals erzählt habe das sie nicht weiterreden soll und nicht weiter ins Detail gehen soll solange mein Bruder nicht auch anwesend ist, hat sie es mir doch erzählt.


Meine Mutter wurde in ihrer Kindheit von ihrem Vater vergewaltigt. Ihre Mutter wusste davon und hat nichts dagegen gemacht, hat es ignoriert.

Mit 14 Jahren ist sie dann von Zuhause abgehauen, und naiv wie sie war ist sie als erstes zum Jugendamt gegangen, die sie abgewiesen haben und ihr sagten sie solle nach Hause zu ihren Eltern gehen. Krass, aber damals Anfang der 70er Jahre hat das noch niemanden gekümmert, was fremde Leute in ihren Wohnungen machen und wie sie ihre Familienmitglieder be-/mishandeln.

Danach wusste sie erstmal nicht weiter und ist dann zur Polizei gegangen und wollte eine Anzeige gegen ihren Vater aufgeben. Die Polizei hat sie dann auch abgelehnt, das sie da nichts machen können - nicht mal die Anzeige haben sie aufgenommen - und ihr erneut geraten nach Hause zu gehen. Zum Glück gab der Beamte dann noch den persönlichen Ratschlag, wenn es wirklich so Schlimm bei den Eltern wäre, könne sie sich Notfalls direkt ans Jugenheim wenden um dort zu wohnen.

Also ist sie dann am selben Tag noch zum Jugendheim gegangen, wo sie dann herzlich aufgenommen wurde. Trotzdem gab es von Seiten des Jugenheims Versuche sie wieder mit ihren Eltern zu versöhnen, so kamen nach einigen Tagen ihre Eltern zu ihr ins Heim, und sie wurde mit ihnen alleine in einem Zimmmer gelassen, wo dann zum Glück nichts schlimmes passiert ist, aber allein diese Mentalität… Ihre Mutter gab ihr die Schuld daran, und Mutter und Vater wollten wieder das sie nach Hause kommt, und nicht so eine Schande über die Familie bringt, aber meine Mutter weigerte sich und kehrte nie zurück.

Ihre ältere Schwester ist ein paar Jahre später auch von Zuhause ausgezogen um in Berlin zu studieren. Ob sie oder ihr Bruder auch Opfer ihres Vaters waren weiß ich nicht, auf jeden Fall hatte sie dann Jahrelang keinen Kontakt zu Beiden, bis sie Jahre später dann selbst nach Berlin kam, und beide den Kontakt aufbauten. Über sie kam sie dann auch flüchtig in Kontakt mit ihrem Bruder, der ihr selbst Heute noch (nach über 40 Jahren) es Übel nimmt von Zuhause abgehauen zu sein.


Ihre Eltern sind inzwischen schon lange Tod - ich habe sie nie kennengelernt. Ihre Schwester zu der sie einen guten Kontakt hatte ist vor ein paar Jahren auch verstorben, was meine Mutter sehr mitgenommen hat - ich habe sie kaum kennengelernt.

Zum Bruder, seiner Frau und seinen Kindern und deren Kindern haben wir als Familie einen guten Kontakt, und weil sie in der nähe Wohnen trifft man sich jährlich als Familie zu Geburtstagen. Auch wenn der Bruder meiner Mutter immer noch nicht gut auf sie zu sprechen ist.

Mein Vater als Ehemann meiner Mutter weiß davon, ob mein Bruder, sowie meine Cousains und Cousinen, schon davon wissen weiß ich nicht (eher nicht).

Hoffentlich ist so etwas nicht vererblich…

"Das Bestehende zwingt die Menschen nicht bloß durch physische Gewalt und materielle Interessen sondern durch übermächtige Suggestion. Philosophie ist nicht Synthese, Grundwissenschaft oder Dachwissenschaft, sondern die Anstrengung, der Suggestion zu widerstehen, die Entschlossenheit zur intellektuellen und wirklichen Freiheit."

— Theodor W. Adorno in Dialektik der Aufklärung
gefunden hier (btw. ein sehr sehr guter Blogeintrag)

Fehlzeiten

Ich bin seit etwa zwei Wochen krank (Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiser, Gewichtszunahme), aber statt mich Krankschreiben zu lassen pumpe ich mich mit Medikamenten voll, quäle mich jeden Tag zur Hochschule und arbeite, wie sonst auch immer in meiner Freizeit viel an den Aufgaben.

Den etwa 16 Stunden Anwesenheitspflicht in der Woche stehen etwa 12 Stunden Vorlesungen gegenüber, an denen es mir frei steht zu kommen oder nicht - ich komme natürlich trotz Krankheit.

Andernfalls müsste ich die Aufgaben und die Anwesenheitszeit später nachholen, sowie den inhaltlichen Stoff aus den Vorlesungen nacharbeiten. Da ich keine Kontakte zu Kommilitonen habe steht mir für letzteres keine Mitschriften oder Notizen zur Verfügung. Die Aufgaben und Leistungen die in der Anwesenheitszeit zu erbringen sind, sind schlicht zu viel/hoch, um sie nachzuholen, da ja auch zusätzlich noch die neuen Aufgaben zu machen sind - Lösungen von Kommilitonen zu übernehmen ist auch keine Option.

Eine Kranschreibung käme quasi dem Durchfallen in einigen Modulen gleich, die ich dann nächstes Semester wiederholen müsste, was mein gesamtes Studium in die Länge ziehen würde. Das kann ich mir finanziell nicht leisten, aufgrund einer kürzlichen Gesetzesänderung beim BAföG-Gesetz, die dann wirken würde.

Darunter leidet dann langfristig meine Gesundheit. Mich würde es nicht wundern nach einigen Jahren im Beruf, oder sogar noch im Studium, das BurnOut-Syndrom zu bekommen. Ich habe ja auch kein Privatleben, Hobbys, Freunde, Beziehung, soziale Kontakte oder sowas als Ausgleich, wodurch mir nichts anderes bleibt als mich voll aufs Studium und später die Arbeit zu konzentrieren.

Alle Dinge haben ein Ende

Mich beschäftigte Heute die Frage ob mein Leben ewig so weitergehen wird.

Ohne Freunde, ohne Beziehung, soziale Kontakte nur flüchtig zu Menschen mit denen ich arbeite, nur ein Berufsleben führen und kein Privatleben, nie Kinder haben werde, nie Sex haben werde, nie jemanden finden werde der mich liebt, usw.

Bis mir dann die Erkenntnis kam, das es auf keinen Fall ewig so weitergehen wird.

Die Erinnerung an die Tatsache das die eigene Lebenszeit endlich ist, unabhängig von noch ausstehenden Erlebnissen, Erfahrungen, Träumen und Wünschen, sich das Problem von selbst aus der Welt schafft, durch den eigenen Tod, ist auf irgend eine Weise sehr beruhigend.

Selbst wenn sich zu meinen Lebzeiten an meinen Problemen (mein eigentliches Problem ist ja das Leben selbst - nicht nur mein eigenes (das besonders), sondern jedes Leben) nichts ändert, so spielt es nach meinem Tod keine Rolle mehr, da ich nicht mehr existieren werde um mich daran erinnern oder etwas empfinden zu können.

A New Hope

Ich dachte bis Gestern noch J.G. hätte es tatsächlich durchgezogen und sich das Leben genommen, da die Person seit Mittwoch bis Samstag auf drei mir bekannten Internetplatformen nicht mehr online war (vorher sonst immer täglich online).

Gerade lese ich auf Facebook:

J.G. hat [seinen/ihren] Beziehungsstatus von „Single“ zu „in einer Beziehung“ geändert. ♥ vor 7 Stunden.

Ich hoffe das es wahr ist. Ich freue mich das J.G. sich nicht umgebracht hat und jemanden gefunden zu haben scheint, mit dem J.G. ein glückliches Leben führen könnte. Mit mir wäre das nicht möglich gewesen.

Alles wird gut

Das sollte mir auch selbst Hoffnung machen. Selbst wenn alles verloren scheint, das Leben einer Müllhalde gleicht, niemand sich für einen zu interessieren scheint und man schon so weit ist einen genauen Zeitpunkt für den eigenen Suizid zu planen, kann man immer noch jemanden finden.

Mit jedem Tag der anbricht können Dinge geschehen die man vorher für nicht möglich hielt. Wenn man sich frühzeitig selbst das Leben nimmt verpasst man vielleicht die größten Wunder und die glücklichsten Momente des eigenen Lebens.

Korrektur: Was passiert wenn ich sterbe?

Was passiert wenn ich sterbe?

Im Falle meines Todes müsste meine Hochschule informiert werden, und ich exmatrikuliert werden. Das würde keinerlei Reaktion hervorrufen. Meine Kommilitonen würden nicht darüber informiert werden. Einige würden sich vllt. Fragen warum sie mich nicht mehr in der Vorlesung sehen, aber keiner würde sich groß genug für mich interessieren, als das jemand das recherchieren würde.

Korrektur:
Die Kommilitonen werden auf Bitten der Angehörigen darüber mittels E-Mail informiert. Das weiß ich nun, da ich gerade eine solche E-Mail erhalten habe, weil sich ein mir unbekannter Kommilitone das Leben genommen hat.

Würden meine Angehörigen auch darum bitten? Würde ich das wollen? Ich glaube nicht.

Mit traurigem Gruß