Fehlzeiten

Ich bin seit etwa zwei Wochen krank (Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiser, Gewichtszunahme), aber statt mich Krankschreiben zu lassen pumpe ich mich mit Medikamenten voll, quäle mich jeden Tag zur Hochschule und arbeite, wie sonst auch immer in meiner Freizeit viel an den Aufgaben.

Den etwa 16 Stunden Anwesenheitspflicht in der Woche stehen etwa 12 Stunden Vorlesungen gegenüber, an denen es mir frei steht zu kommen oder nicht - ich komme natürlich trotz Krankheit.

Andernfalls müsste ich die Aufgaben und die Anwesenheitszeit später nachholen, sowie den inhaltlichen Stoff aus den Vorlesungen nacharbeiten. Da ich keine Kontakte zu Kommilitonen habe steht mir für letzteres keine Mitschriften oder Notizen zur Verfügung. Die Aufgaben und Leistungen die in der Anwesenheitszeit zu erbringen sind, sind schlicht zu viel/hoch, um sie nachzuholen, da ja auch zusätzlich noch die neuen Aufgaben zu machen sind - Lösungen von Kommilitonen zu übernehmen ist auch keine Option.

Eine Kranschreibung käme quasi dem Durchfallen in einigen Modulen gleich, die ich dann nächstes Semester wiederholen müsste, was mein gesamtes Studium in die Länge ziehen würde. Das kann ich mir finanziell nicht leisten, aufgrund einer kürzlichen Gesetzesänderung beim BAföG-Gesetz, die dann wirken würde.

Darunter leidet dann langfristig meine Gesundheit. Mich würde es nicht wundern nach einigen Jahren im Beruf, oder sogar noch im Studium, das BurnOut-Syndrom zu bekommen. Ich habe ja auch kein Privatleben, Hobbys, Freunde, Beziehung, soziale Kontakte oder sowas als Ausgleich, wodurch mir nichts anderes bleibt als mich voll aufs Studium und später die Arbeit zu konzentrieren.

Übergewicht

Vor etwa vier Jahren noch war ich ziemlich dick, ich wog etwa 90kg. Es hat mich nicht sonderlich gestört und mehr oder weniger war ich zufrieden mit meinen Rundungen (mein - wie ich finde - häßliches Gesicht macht mir mehr zu schaffen - auch Heute noch), und ich mochte wie ich nackt aussah.

Zwar hat es schon gelegentlich etwas verletzt, was nur selten der Fall war, von anderen Personen deshalb gemobbt zu werden, aber das hat mich nicht sonderlich gestört. Durch weite Kleidung sah es auch nur halb so schlimm aus.

Auch als Ärzte dann bei mir eine übergewichtsbedingte Fettleber diagnostizierten (nein, kein Alkohol :D), und mir, wenn ich nichts ändern würde, nur noch 3-5 Jahre zu leben prophezeiten, hat es mich nicht gestört. Ich sterbe bald? Umso besser.

Was mich dann wirklich dazu gebracht hat etwas zu ändern, war meine Mutter. Sie ist selbst (immer noch) sehr sehr übergewichtig, und die Angst so zu werden wie sie, war Abschreckung genug.

Ich musste also etwas tun, aber was eigentlich, warum wurde ich eigentlich so “fett”? Groß gegessen habe ich noch nie, Süßigkeiten auch eher wenig. Das Hauptproblem was ich sah, war das ich mich so gut wie kaum bewege, ich also einen zu niedrigen Kalorienbedarf hatte, dafür aber normal aß.

Also musste Bewegung her, aber Sport liegt mir nicht, ist ja nicht so als hätten meine Eltern nicht schon dutzende male probiert mich für eine Sportart zu begeistern (rausgehen? andere Menschen treffen? …neeee. Fitnesstudios sind deshalb auch keine Alternative). Also besorgten wir ein Laufband, auf das ich dann regelmäßig raufging (nebenbei Fernsehen gucken oder Musik hören ist ein großes Plus), und auch heute gehe ich alle paar Wochen noch drauf.

Das war aber nicht alles was ich tat, ich begann auch damit mich täglich zu wiegen und alle meine Mahlzeiten aufzuschreiben (mit Kalorien). Zwar habe ich nicht (bewusst) meinen Kalorienkonsum eingeschränkt, aber unterbewusst hat das bestimmt die ein oder andere Zwischenmahlzeit oder den ein oder anderen kleinen Gang zum Kühlschrank abgewendet.

Bulimia. Twice the taste, no calories.
Kleiner Scherz, Bulimie habe ich nicht betrieben, und gehungert habe ich in dem ganzem Zeitraum auch nie, sondern habe mich immer mit täglich drei Mahlzeiten satt gegessen.

So gelang es mir über circa 3 Jahre langsam etwa 30 kg abzunehmen und mein Gewicht seitdem zu halten, und meine Leberwerte haben sich auch normalisiert. Zwar habe ich jetzt laut BMI Normalgewicht, aber ich fühle mich nicht so. Ich sehe immer noch einen leichen Bauchansatz, den zu fülligen Hintern und die riesigen Oberschenkel. Ich sehe schlimmer aus als Vorher, denn zu diesen Problemzonen, die mich nicht wirklich gestört haben, sind weitere Probleme hinzugekommen die mich wirklich stören. Nun habe ich überflüssige Hautlappen und Dehnungsstreifen, obwohl ich doch extra langsam abgenommen habe :-(.

Schlimm sind in dem Zusammenhang andere Personen die meinen mich aufmuntern zu müssen, wieviel ich doch abgenommen hätte, und wie gut ich doch aussehen würde (was ich anders sehe). Ganz schlimm ist meine Mutter die meint, mich wegen Magersucht einweisen zu lassen, wenn ich so weitermache… (mein Gewicht zu halten?!?)

Klausuren

Zurzeit wenig Zeit zu schreiben, muss lernen für Klausuren die nächsten Wochen.

Wie immer kommt man ja das ganze Semester lang nicht dazu auch nur das geringste zu lernen, da die Arbeitsbelastung an Hausarbeiten zu hoch ist.

Arzttermine o.Ä. kann ich z.B. nur in der vorlesungsfreien Zeit erledigt, da ich sonst keine freien Termine habe - ich schaffe es ja nicht mal innerhalb der Öffnungszeiten anzurufen. Warum arbeiten Ärzte eigtl. nur 2-3 Tage die Woche, haben Öffnungszeiten die keine berufstätige Person wahrnehmen kann, und machen immer dann 2 Wochen Urlaub, wenn ich mal Zeit hätte?