Fehlzeiten

Ich bin seit etwa zwei Wochen krank (Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiser, Gewichtszunahme), aber statt mich Krankschreiben zu lassen pumpe ich mich mit Medikamenten voll, quäle mich jeden Tag zur Hochschule und arbeite, wie sonst auch immer in meiner Freizeit viel an den Aufgaben.

Den etwa 16 Stunden Anwesenheitspflicht in der Woche stehen etwa 12 Stunden Vorlesungen gegenüber, an denen es mir frei steht zu kommen oder nicht - ich komme natürlich trotz Krankheit.

Andernfalls müsste ich die Aufgaben und die Anwesenheitszeit später nachholen, sowie den inhaltlichen Stoff aus den Vorlesungen nacharbeiten. Da ich keine Kontakte zu Kommilitonen habe steht mir für letzteres keine Mitschriften oder Notizen zur Verfügung. Die Aufgaben und Leistungen die in der Anwesenheitszeit zu erbringen sind, sind schlicht zu viel/hoch, um sie nachzuholen, da ja auch zusätzlich noch die neuen Aufgaben zu machen sind - Lösungen von Kommilitonen zu übernehmen ist auch keine Option.

Eine Kranschreibung käme quasi dem Durchfallen in einigen Modulen gleich, die ich dann nächstes Semester wiederholen müsste, was mein gesamtes Studium in die Länge ziehen würde. Das kann ich mir finanziell nicht leisten, aufgrund einer kürzlichen Gesetzesänderung beim BAföG-Gesetz, die dann wirken würde.

Darunter leidet dann langfristig meine Gesundheit. Mich würde es nicht wundern nach einigen Jahren im Beruf, oder sogar noch im Studium, das BurnOut-Syndrom zu bekommen. Ich habe ja auch kein Privatleben, Hobbys, Freunde, Beziehung, soziale Kontakte oder sowas als Ausgleich, wodurch mir nichts anderes bleibt als mich voll aufs Studium und später die Arbeit zu konzentrieren.